Ausbildung Ressourcenorientierte Traumatherapie

Traumatherapie-Ausbildung

Du bist öfter mit Menschen konfrontiert, die in tiefen Mustern verstrickt oder seelisch schwer belastet sind? In unserer Traumatherapie-Ausbildung lernst Du, diese Muster zu erkennen und aufzulösen.

Lerne Achtsamkeit, Einfühlungsvermögen, Feingefühl und erwirb die richtigen Antennen für Deine eigene psychische Belastbarkeit.

Komm zum Infoabend

Natürlich musst Du nicht erst bis zum nächsten Infoabend warten, um zu erfahren, ob unsere Ausbildung das Richtige für Dich ist.

Wir haben Dir den letzten Infoabend mit Vera Dreher aufgezeichnet, so dass Du sie und Ihre Themen gleich kennenlernen kannst.

Das lernst Du in unserer Traumatherapie-Ausbildung

Zielgerichtet behandeln

Tritt Depressionen, Angst- und Stressfolgestörungen effektiv und zielgerichtet und souverän entgegen.

Probleme verstehen

Welche Mechanismen stecken hinter einem Trauma? Warum geht es jemandem, wie es ihm geht?

Lösungen und Wege finden

Unterstütze andere dabei, Belastungserlebnisse und Stressfolgen zu überwinden und neue Wege zu gehen.

Grenzen erkennen

Wir alle haben andere Limits. Lerne, wie Du Deine Therapie im richtigen Tempo gestaltest.

Sicherheit geben

Versetze Dein Gegenüber in die Lage, Resilienz zu entwickeln und mitfühlend mit sich umzugehen.

Veränderung stiften

Unterstütze Menschen, Traumata zu integrieren und neue Selbstwirksamkeit zu erlangen.

Dieser Kurs bietet sich für Heilpraktiker für Psychotherapie wie auch alle anderen Heilpraktiker an. Jeder Heilpraktiker sollte diese wertvollen Grundlagen in der täglichen Praxis nutzen, denn die Verbreitung von Traumata und ihre Auswirkungen auf die körperliche Gesundheit sind mannigfaltig. Viele Heilpraktiker wünschen sich, auch im Bereich der Psyche einiges Rüstzeug mitzubringen.

“Deine Wunden werden durch die Heilung zu einem kostbaren Besitz.“

– Hildegard von Bingen

Psychische Traumata (Von “Trauma”, griechisch für “Wunde”) nennen wir Verletzungen der Seele. Diese Verletzungen können dem Betroffenen bewusst oder irgendwo in ihm versteckt sein. Die Besonderheit bei Traumata:

  • Die Ursache ist nicht immer zwingend bekannt
  • Traumata verheilen nicht selbstverständlich von alleine, wie körperliche Wunden

Diese Wunden entstehen, wenn wir Menschen in bedrohliche Situationen geraten, in denen wir uns nicht wehren konnten, uns “ohnmächtig”, also “ohne Macht” fühlen.

Wichtig: Das muss gar kein Geiseldrama oder ein Bürgerkrieg sein. Auch Mobbing oder eine Trennung können Wunden zufügen, die als genauso schlimm empfunden werden.

Hier sind die Grenzen für jeden Menschen verschieden. Ein Einbruch mag manchen für einen Abend lang wütend und traurig machen, ein anderer traut sich nicht mehr ins oder aus dem Haus.

Entscheidend ist unser Portfolio an Bewältigungsstrategien, also unseren Fähigkeiten, mit Ereignissen von außen umzugehen.

Diese Fähigkeiten haben alle Menschen – aber unterschiedlich stark ausgeprägt. Außerdem werden diese Kompetenzen (Stresstoleranz, Resilienz) unterschiedlich gefordert.

Das beginnt schon in der Kindheit und geht bis heute weiter – bei jedem von uns.

Die Folgen eines Traumas sind vielfältig: Stress, Depression, Selbstzweifel, Schuld- oder Schamgefühle, Schlafstörungen, psychosomatische Beschwerden, innere Unruhe, Angst, Panikattacken, sozialer Rückzug, Reizbarkeit, Albträume, Burnout, Erschöpfungszustände und vieles mehr.

Kurz: Eine posttraumatische Belastungsstörung, auch bekannt als “post traumatic stress disorder”.

Grund genug also, Traumata kompetent, einfühlsam und nachhaltig zu begleiten, denn: Ein Trauma-Klient:innen haben viel zu gewinnen.

Die traumatherapeutische Arbeit gliedert sich in vier Phasen:

  • Stabilisierungsphase
  • Realisation der traumatischen Erfahrung
  • Trauerarbeit
  • Re-Integration der traumatischen Erfahrung
  • Stabilisierungsphase

Der erste Schritt muss in der Stabilisierung des Klienten bestehen. Zum einen ist es wichtig, ihn aus seinem womöglich verzweifelten oder ängstlichen Zustand zu holen, zum anderen musst Du einen vertrauensvollen Zugang zum Klienten gewinnen, auf dem Du aufbauen kannst. Erst dann kannst Du in die nächste Phase vordringen.

1. Stabilisierungsphase

Der erste Schritt muss in der Stabilisierung des Klienten bestehen. Zum einen ist es wichtig, ihn aus seinem womöglich verzweifelten oder ängstlichen Zustand zu holen, zum anderen musst Du einen vertrauensvollen Zugang zum Klienten gewinnen, auf dem Du aufbauen kannst. Erst dann kannst Du in die nächste Phase vordringen.

Das ist deshalb so wichtig, weil traumatisierte Menschen die Wahrnehmung haben, als würde der traumatische Schmerz immer noch stattfinden, als wäre das Erlebnis niemals vollständig abgeschlossen und beendet.

2. Realisation der traumatischen Erfahrung

Die “Realisation der traumatischen Erfahrung” besteht darin, dass der Klient versteht, dass die traumatische Erfahrung tatsächlich stattgefunden hat („Das ist real“, „Das ist wirklich passiert”), denn erst dann kann er den wichtigen Schritt gehen, zu begreifen, dass diese Erfahrung in der heutigen Realität beendet und vorbei ist.

Das ist deshalb so wichtig, weil traumatisierte Menschen die Wahrnehmung haben, als würde der traumatische Schmerz immer noch stattfinden, als wäre das Erlebnis niemals vollständig abgeschlossen und beendet.

3. Personifikation der traumatischen Erfahrung

Bei der Personifikation erkennt Dein Klient, dass er eine persönliche Verbundenheit mit dieser Erfahrung hat („Das ist mir passiert“, „Die Person, die das erlebt hat, das bin ich“). Das mag schmerzlich klingen, hilft aber dabei, das Erlebte als einzelne, persönliche Erfahrung und nicht als generelle Wahrheit wahrzunehmen.

4. Trauer und Akzeptanzphase

Wenn die Erfahrung erkannt und akzeptiert wurde, muss sie bearbeitet werden. In der Trauer- und Akzeptanzphase geht es darum, das Erlebte zu betrauern und die Traurigkeit und alle Gefühle drumherum dazu anzunehmen.

Das kann auch bedeuten, einen „Misserfolg“ annehmen zu lernen („Damals habe ich versucht, es zu verhindern und es ist mir nicht gelungen, ich bin gescheitert… und das macht mich traurig“).

5. Re-Integration der traumatischen Erfahrung

Bei der Wiedereinordnung der Erfahrung wird das Geschehene in die Historie Deines Klienten “einsortiert”. Es ist geschehen, aber es ist vorbei. Es hat weh getan, aber es ist vorbei.

Die Erfahrung ist der Vergangenheit zugehörig, der Person zugehörig und als wirklich geschehen eingeordnet. („Das, was ich damals erlebt habe, war schlimm, aber jetzt ist es vorbei“).

Warum Du die Traumatherapie an der arche medica lernen solltest?

Wir bieten Dir eine Ausbildung aus erster Hand – übrigens ganz bequem nebenberuflich.

Deine Dozentin Vera Dreher begleitet seit über 20 Jahren Klienten mit Stressfolgestörungen. Sie gehört seit vielen Jahren zu den kompetentesten Dozentinnen auf dem Gebiet der Traumatherapie und hat diese fundierte Ausbildung konzipiert, erdacht und gestaltet.

Vera gelingt es, Dir das komplexe Thema der Traumatherapie strukturiert und verständlich zu vermitteln. Fallbeispiele und praktische Selbsterfahrungen der Teilnehmer fließen in Deinen Unterricht mit ein und machen ihn lebendig und anschaulich.

Drei Schritte zur Traumatherapie

Deine Ausbildung ist dreistufig aufgebaut, jedes Kapitel für etwa acht Monate angelegt:

  • Posttraumatische Belastungsstörungen
  • Komplexe Traumafolgestörungen
  • EMDR & Hypnotherapie

In der Summe bekommst Du eine über viele Jahre entwickelte Komplett-Ausbildung, die Dich befähigt, mit eine Vielzahl traumabezogener Anliegen Deiner Klientinnen und Klienten selbstbewusst und fachgerecht zurechtzukommen.

Im ersten Schritt lernst Du, wie Du in kürzester Zeit an Dein Ziel gelangst, erfolgreich und professionell zu behandeln.

Warum Du posttraumatische Belastungsstörungen behandeln können solltest?

Die Fähigkeit, traumatisierten Klienten zu begegnen, ist ein wichtiger Schritt in Deiner Entwicklung als Therapeut/in.

Im ersten Abschnitt zur posttraumatischen Belastungsstörung bekommst Du Deinen Einstieg in das weite Feld der Traumatherapie. Gleichzeitig aber erschließt Du Dir damit eine weitreichende Klientel, ganz gleich, ob sich Dein Gegenüber darüber bewusst ist, dass es eine Belastungsstörung hat.

Hilf Menschen, ihre Erlebnisse zu integrieren. Unterstütze sie auf ihrem Weg in ein neues, besseres Leben und schaffe eine neue, breitere Basis für Deine Praxis, Deine Zukunft!

Was ist eine posttraumatische Belastungsstörung?

Die posttraumatische Belastungsstörung ist eine verzögerte Reaktion auf ein außerordentlich belastendes Ereignis. Die Folgen können einerseits Albträume und Flashbacks sein oder Vermeidungsverhalten, emotionale Stumpfheit, Gleichgültigkeit.

Hilf Menschen, ihren “Fallen” zu entfliehen. Unterstütze sie auf ihrem Weg in ein neues, besseres Leben und schaffe eine neue, breitere Basis für Deine Praxis, Deine Zukunft!

Auch Konzentrationsstörungen, Reizbarkeit, erhöhte Wachsamkeit (und in Folge dessen erhöhter Stress) resultieren häufig aus Belastungsstörungen.

Etwa jeder zweite Mensch erlebt im Laufe seines Lebens ein potentiell traumatisierendes Ereignis, so dass Folgebelastungen durchaus wahrscheinlich sind.

In diesem Kurs lernst Du, sie zu erkennen und zu behandeln.

Inhalt des Kurses “Die posttraumatische Belastungsstörung”

Wir integrieren bewährte Interventionen in der Traumatherapie aus unterschiedlichen Therapieschulen und lernen die ressourcenorientierte Arbeit. Der achtsame, wertschätzende Umgang mit Deinem Klienten und die Transparenz Deines therapeutischen Handelns wird für Dich ganz selbstverständlich.

Wir kümmern uns intensiv um

  • die Grundlagen der Psychotraumatologie,
  • Diagnostik und Differentialdiagnostik von Traumafolgestörungen,
  • die neuronale Verarbeitung von autobiographischen und traumatischen Erinnerungen,
  • Methoden zur Ressourcenaktivierung,
  • psychodynamisch-imaginative und hypnosystemische Interventionstechniken,
  • Übungen zur Affektregulation und dem Training von Fertigkeiten (Skills-Training),
  • Trauma-integrative Verfahren bei posttraumatischer Belastungsstörung PTBS,
  • Sekundär-Trauma-Prävention und
  • Psychohygiene für Therapeuten.

Die Selbsterfahrung macht in Deiner Ausbildung einen großen Teil des erfahrungsbasierten Lernens aus, so dass Du alle Interventionen im eigenen Erleben nachvollziehen kannst.

Zu den Übungen bekommst Du eine Demonstration durch die Dozentin und festigst das Gelernte in Kleingruppen (als Klient, Therapeut, Beobachter). Die Inhalte üben wir in der Selbsterfahrung und im Rollenspiel. Dabei wirst du supervisorisch von Deiner Dozentin begleitet. Die Übungen werden im Nachhinein besprochen und ausgewertet.

Lehrplan zum Baustein “Posttraumatische Belastungsstörungen”

Block 1 – Grundlagen und Diagnostik der posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS)

Baustein  
1.1
  • Einführung in die ressourcenorientierte Psychotraumatologie
  • historische Zusammenhänge in der Entstehung der posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) als anerkannte psychische Störung
  • Bedeutung von Ressourcenorientierung
  • praktische Übung zur Ressourcenorientierung
1.2
  • PTBS in der Neurobiologie
  • Theory of Mind
  • Definition und Risikofaktoren von posttraumatischen Belastungsstörungen
  • Statistische Erfassung PTBS
  • praktische Übungen zum Verständnis der neurobiologischen Zusammenhänge
1.3
  • PTBS und Verarbeitung von traumatischem Stress
  • Stresstoleranzfenster
  • die neurobiologischen Handlungssysteme/ Selbstverteidigungssystem: Flucht, Kampf, Erstarren, Unterwerfung
  • Bindungssystem
  • klassische Konditionierung
  • evaluative Konditionierung/ Übungen
1.4
  • akute PTBS
  • Symptome
  • Phasenorientierung
  • komplexe Traumafolgestörungen
  • strukturelle Dissoziation: ANP & EP, Diagnostik: SKID-D
  • Übungen zur „sanften“ Erfassung der Symptomatik
1.5
  • therapeutische Haltung in der Psychotraumatologie
  • Übungen zum Umgang mit PTBS
  • Stabilisierung und Sicherheit
  • Übungen zur therapeutischen Haltung
1.6
  • PTBS und Psychohygiene für Therapeuten
  • Ressourcenorientierung als Therapeut
  • Intervision und Supervision
  • Übungen zur Psychohygiene
  • Übungen zum Umgang mit „belasteten“ Therapeuten
  • Selbstregulation mit Hilfe von Bindung (Intervisionsgruppe)/
  • Notwendigkeit von Psychohygiene für Therapeuten

Block 2 – Stabilisierung bei PTBS

Baustein  
2.1
  • „Safety first“: äußere und innere Sicherheit
  • Wiederholung PTBS: Hypoarousal und Hyperarousal
  • Therapeutische Haltung in der Traumatherapie
  • Imaginationstechniken
  • Übungen
2.2
  • Hilfe bei PTBS mit dem Freude- oder Dankbarkeitstagebuch
  • Grundlagen der Tranceinduktion
  • “Yes-Setting” in der Traumatherapie
  • Imagination eines Wohlfühlortes
  • Imaginationsübungen
2.3
  • PTBS und Übertragung
  • Gegenübertragung in der Traumatherapie
  • emotionale Wahrnehmung des Therapeuten (Klienten, auf die „man sich freut“ und „schwierige“ Klienten)
  • Stabilisierung durch Erkenntnis von Übertragungen
  • Übungen zum Umgang damit
2.4
  • Achtsamkeit für Therapeuten bei der Begleitung von PTBS
  • relationales Wiedererleben (Re-enactments) in der Traumatherapie: Wahrnehmung von Gegenübertragungstendenzen im therapeutischen Setting
  • praktische Übungen zu Täterübertragungen und idealisierenden Übertragungen
2,5
  • Arbeit mit verletzten Selbstanteilen bei PTBS
  • Wohlfühlorte
  • Vorbereitung Screentechniken
  • Beobachterübung
  • Praktische Übungen
2.6
  • PTBS und dissoziative Störungen erkennen
  • Arbeit mit verletzten Selbstanteilen bei kPTBS
  • Praktische Übungen

Block 3 – Arbeit mit Ich-Zuständen bei PTBS

Baustein  
3.1
  • Einführung in die Arbeit mit unterschiedlichen Ich-Zuständen
  • Was sind Erinnerungen?
  • Erinnerungen als mentale Handlungen
  • Persönlichkeitsanteile in den verschiedenen Therapierichtungen
  • Wie entstehen Ich-Zustände entwicklungspsychologisch?
  • Übungen
3.2
  • Ich-Zustände im Alltag
  • Unterschiede zwischen Ego-States und dissoziierten Selbstanteilen bei kPTBS: willkürliche und unwillkürliche mentale Handlungen
  • Ich-Zustände, die uns „das Leben schwer machen“
  • Übungen
3.3
  • Reaktive Ich-Zustände
  • Ich-Zustände, die nicht (mehr) bewusst sind bei kPTBS
  • Anteile mit eigenem Selbstbild und Weltbild
  • Dissoziationskontinuum
  • Übungen
3.4
  • Täterimitierende Anteile: Ich-Zustände, die sich wie „Täter“ verhalten (Täterintrojektarbeit),
  • Wie entstehen sogenannte „täterimitierende“ Selbstanteile?
  • Übungen
3.5 Arbeit mit täterimitierenden Anteilen (Täterintrojektarbeit), Teil I: Arbeit mit den Selbstanteilen, die sich wie „Täter“ verhalten
3.6 Täterintrojektarbeit, Teil II: Arbeit mit den Selbstanteilen, die sich wie „Täter“ verhalten

Block 4 – Täterintrojektarbeit – Teil II, Arbeit mit den Selbstanteilen, die sich wie „Täter“ verhalten, Übungen

Baustein  
4.1
  • Nichtrealisierung bei PTBS: episodisches Gedächtnis und traumatische Erinnerungen
  • BASK-Modell
  • Phobien der Selbstanteile: Phobie vor Integration, Phobie vor Bindungen (bei Bindungstrauma)
  • kontextbezogene Lernaufgaben
  • Verstärkung von Ko-Bewusstsein
  • begleitende Prävention von Dissoziation
  • Übungen
4.2
  • Voraussetzung für den Umgang mit traumatischen Erinnerungen bei PTBS:
  • Empathie für sich selbst und für andere Menschen empfinden lernen
  • Lernen zu reflektieren
  • Lernen, ein Gefühl für die innere Sicherheit herzustellen
  • Selbstfürsorge: Schlafverbesserung, körperliche Selbstfürsorge
  • Übungen: Achtsamkeit
4.3
  • Reflexion und negative Kognitionen bei PTBS
  • Infragestellung dysfunktionaler Gedanken und Kernüberzeugungen
  • Wirklichkeitskonstruktionen
  • Präsentifikation
  • Somatoforme Dissoziation und Intrusionen: Körpererinnerungen
  • Fraktionierte Synthesearbeit: kontrollierte, graduierte Exposition
  • Übungen
4.4
  • PTBS und affektfreier Beobachter
  • modifizierte Screentechniken
  • Training der Mentalisierungsfähigkeit
  • Übungen
4.5
  • PTBS: Wiederholung Screentechniken
  • Umgang mit Wut (Täterübertragung) im therapeutischen Kontext
  • Übungen
4.6 Abschlussprüfung

Wie funktionieren Traumata eigentlich? Was sind komplexe Traumata und Entwicklungstraumata? Wie behandelst Du traumatisierte Menschen? Wie kann Dein Klient das Erlebte integrieren?

Im zweiten Modul unserer Traumatherapieausbildung erfährst Du alles über komplexe Traumafolgestörungen. Supervisorische Fragen zu eigenen Fällen können im Unterricht angesprochen werden.

Komplexe Traumafolgestoerungen Ausbildung

Was sind Traumafolgestörungen?

Traumatisierte Menschen, die beispielsweise schwere Gewalt oder Vernachlässigung in Kindheit und Jugend erlebt haben, können unter diversen psychischen und somatoformen Symptomen leiden.

Die Folge: Sie haben Schwierigkeiten mit ihrer Gefühlsregulation, leiden unter Scham- und Schuldgefühlen und können sich selbst schwer akzeptieren.

Komplexe Traumafolge- und dissoziative Störungen sind häufig komorbid mit Angststörungen, Depressionen und Suchterkrankungen.

Diese und andere Komorbiditäten zu behandeln ist keine einfache Sache, die eine gute Ausbildung braucht. Das beginnt schon bei der Diagnostik.

In diesem Kurs lernst Du, sie zu erkennen und zu behandeln.

Inhalt der Ausbildung “Komplexe Traumafolgestörungen”

Zunächst lernst Du, was Komplextraumata eigentlich sind. Du lernst, wie Du das Verhältnis zu Deinem Klienten gestaltest und welche besonderen Herausforderungen Dir begegnen werden.

Wichtig wird es sein, sich in das das Selbstbild und Weltbild deines Klienten einzufühlen, denn er denkt und handelt eben anders als Du, braucht aber dennoch Dein Verständnis und Deine Empathie.

Im zweiten Block “Entwicklungstraumata” hinterfragen wir das Verhältnis des Klienten zu sich selbst und anderen.

Wir lenken unseren Blick auf Bindungsformen und Bedürfnisse bei Entwicklungstraumata und verinnerlichen das Konzept von Selbstliebe und Selbstwertschätzung.

Der dritte Teil widmet sich der Behandlung von komplexen Traumata. Begonnen bei der Auftragsklärung wird es darum gehen, die verschiedenen Anteile Deines Klienten zu verstehen und zwischen ihnen zu vermitteln.

Im vierten Teil, der Integration, schauen wir auf Lösungsmöglichkeiten. Du lernst, wie Du Deinen Klienten bei der Realisation, Personifikation und Präsentifikation seiner komplexen Traumata begleiten kannst.

Nach jedem Teil stellen wir Deine Sattelfestigkeit mit einer Abschlussklausur sicher. Supervisionsfragen und die Übungen zur Psychohygiene für Therapeuten sind in die Ausbildung integriert.

Am Ende verfügst Du über Praxissicherheit bei der Arbeit mit komplex-traumatisierten Menschen.

Lehrplan zum Kapitel “Komplexe Traumafolgestörungen”

Teil 1 – Komplextraumata

Baustein  
1.1 Einführung: Komplextraumata verstehen
1.2 Präsent sein: Klient/Therapeuten-Verhältnis bei Komplextraumata
1.3 Dissoziation und dissoziative „Welt“ verstehen lernen
1.4 Herausforderungen bei komplexen Traumatisierungen
1.5 Behandlungsstruktur bei Komplextraumata
1.6 Offene Fragen zu Komplextraumatisierungen & Klausur Teil 1

Teil 2 – Entwickungstraumata

Baustein  
2.1 Einführung: Entwicklungstraumata verstehen
2.2 Bindungsformen bei Entwicklungstraumata: Verhältnis zu sich selbst und Formen des Kontakts mit anderen
2.3 Bedürfnisse bei Entwicklungstrauma: Wunsch nach „Erfüllung“ der Bindungsbedürfnisse von „außen“
2.4 Behandlungsansatz beim Entwicklungstraumata: „Erfüllung“ der Bindungsbedürfnisse von „innen“
2.5 Selbstliebe und Selbstwertschätzung
2.6 offene Fragen zu Entwicklungstraumata & Klausur Modul 2

Teil 3 – Behandlung

Baustein  
3.1 Behandlungsstruktur: Einführung in die Arbeit mit komplex-traumatisierten Menschen
3.2 Behandlungsstruktur: Auftragsklärung mit mehreren Anteilen
3.3 Behandlungsstruktur: alle Anteile im Kopf behalten
3.4 Behandlungsstruktur: Pendeln & Verbinden der Anteile
3.5 Behandlungsstruktur: Zwischen Anteilen vermitteln
3.6 offene Fragen zur Behandlungsstruktur & Klausur Modul 3

Teil 4 – Integration

Baustein  
4.1 Einführung: Was bedeutet „Integration“ bei einem Komplextrauma
4.2 Herausforderungen bei der Integration komplexer Traumata
4.3 Realisation komplexer Traumata
4.4 Personifikation komplexer Traumata
4.5 Präsentifikation komplexer Traumata
4.6 Abschlussarbeit und Abschlussprüfung/Therapeut für Entwicklungstraumata/komplexe Traumatisierungen

 

Der Bedarf an kompetenten Therapeuten wächst täglich, besonders im Bereich der Traumatherapie. In letzten Schritt Deiner Traumatherapie-Ausbildung bekommst Du die wichtigsten hypnotherapeutischen Techniken vermittelt.

Möchtest Du…

  • die effektivsten Werkzeuge beherrschen, um stark traumatisierte Klienten wirkungsvoll zu behandeln?
  • Deine Behandlungsmöglichkeiten mit den besten verfügbaren Techniken erweitern?
  • Rasch einen Zugang zum Klienten bekommen?
  • Mit der beliebten und gefragten EMDR eine Methode anwenden, bei der 80% aller Betroffenen nach fünf Sitzungen deutliche Besserung attestieren?
  • Mittels Hypnotherapie Deinem Klienten einen direkten Weg zu seinen Ressourcen bahnen und ihn Sitzung für Sitzung nach vorne bringen?

Warum Du EMDR und Hypnotherapie beherrschen solltest?

Die meisten Behandlungen in der heutigen Traumatherapie haben ihre Wurzeln entweder in der Hypnose oder sind von ihr beeinflusst worden.

Immer, wenn wir unsere Aufmerksamkeit fokussieren, um Trancezustände hervorzurufen und Imaginationen zu verwenden, sind wir bereits im Bereich der Hypnose. Mit magischen Pendeln hat das nichts zu tun.

Hypnose beschreibt einen Zustand der Aufmerksamkeitsfokussierung, in dem ungewöhnliche mentale Prozesse möglich sind: Die Konzentration fokussiert und vertieft sich, die Wahrnehmung und die Stimmung verändern sich und wir können mehr Handlungsmöglichkeiten wahrnehmen.

In den letzten Jahren haben sich in Forschung und Praxis diverse Interventions- und Behandlungstechniken herauskristallisiert, die jeder psychotherapeutisch arbeitende Heilpraktiker braucht – meinen wir. Allen voran das EMDR oder “Eye Movement Desensitization and Reprocessing”.

Bilaterale Stimulationstechniken, wie z.B. das EMDR, unterstützen die neuronale Neuvernetzung von Bereichen, die aufgrund der traumatischen Belastungserfahrungen weniger gut miteinander vernetzt waren.

Die weniger gute Vernetzung hatte gute Gründe und schützte ursprünglich während und nach der traumatischen Erfahrung vor der Überflutung der Betroffenen mit traumaassoziierten Bewusstseinsinhalten. Durch das EMDR wird die Neuvernetzung wieder angeregt.

Bei der EMDR werden die Augenbewegungen eines Menschen mit Hilfe von geführten Fingerbewegungen durch den Therapeuten so gezielt geleitet, dass sie eine Verminderung der Intensität von negativem Stress bei den Klienten auslösen.

Die Wirksamkeit des Verfahrens ist zwischenzeitlich wissenschaftlich nachgewiesen. In der Praxis schätzt man an EMDR, dass es beim Klienten relativ schnell zu fühlbaren Besserungen kommt.

Ursprünglich wurde EMDR zur Bewältigung von akuten Traumafolgestörungen konzipiert, es eignet sich aber auch für alle anderen Stressbelastungsstörungen und wird nicht nur zur Bewältigung, sondern auch zur positiven Verstärkung von Lebenszielen genutzt.

Selbst Suchtthematiken und Depressionen können mit EMDR sinnvoll behandelt werden.

Traumatherapie EMDR Ausbildung

Das lernst Du in diesem Block

Du lernst im Kurs sowohl das klassische EMDR-Standardprotokoll mit den 8 Phasen als auch das EMDR und weitere Interventionstechniken für komplexe Traumafolgestörungen.

Weitere traumaspezifische Behandlungen wie zum Beispiel Klopftechniken helfen Dir dabei, eine Feinabstufung auf die Bedürfnisse deiner Klienten zu gestalten.

Du lernst beispielsweise, Deine Sprache, die Intonation deiner Stimme und deine nonverbalen Signale zu nutzen.

Du lernst auch, zu erkennen, wie Deine Klienten belastende Lebensereignisse körperlich ausdrücken.

Natürlich müssen diese Formen der Begleitung immer in einem traumatherapeutischen Behandlungskontext erfolgen, sie sind wunderbare Werkzeuge, aber keine Allheilmittel.

Auch wichtig: Deine Selbstfürsorge und Souveränität

Die Arbeit mit traumatisierten Menschen ist ein Balanceakt. Einerseits ist Einfühlsamkeit gefragt, andererseits ist wichtig, nicht zu fürsorglich zu werden und de Klienten an seinem Mitgefühl für sich selbst zu hindern. Auf der anderen Seite darf Deine Professionalität nicht als kühl und distanziert ankommen.

Hier sind auch Themen wie Übertragung und Gegenübertragung von zentraler Bedeutung. Auch diesen oft unterschätzten Störungen Deiner Behandlung rücken wir in diesem Kurs zu Leibe.

Dein Lehrplan für EMDR & Interventionstechniken

Block 1 – Grundlagen der Hypnotherapie

Baustein  
1.1 Einführung und Überblick: Was ist Hypnotherapie ?
1.2 Begrifflichkeiten und Phänomenologie in der Hypnotherapie
1.3 Kommunikationsstrategien und interaktionelles Verständnis in der Hypnotherapie
1.4 Hypnosystemischer (non-direktiver) Ansatz
1.5 Sprache und Kommunikationsstile in der Hypnotherapie
1.6 Indirekte Suggestion und beiläufige Induktionen in der Hypnotherapie

Block 2 – Hypno-systemische Interventionstechniken

Baustein  
2.1 Paradoxe und kongruente Interventionen in der hypno-systemischen Therapie
2.2 Einstreutechniken und Utilisation in der hypno-systemischen Therapie
2.3 Wiederholung aller sprachlichen Techniken und Übungen der Hypnotherapie: Nominalisierungen, Generalisierungen, Universalaussagen, Tilgungen, Verzerrungen, halbe Sätze; Verknüpfungen, Implikationen, Wortspiele, Metaphern, Verfremdungen, negative Suggestionen (No-Setting),  Anekdoten & Geschichten, Yes-Setting, Anker, Gezieltes Fragen, Konfusionstechniken, provokative Kommunikationsstrategien
2.4 Utilisation von Problemtrancen, Fingersignale zur Kommunikation mit Subsystemen in der Hypnotherapie
2,5 Problemkonstruktionen dekonstruieren und umkonstruieren in der Hypnotherapie
2.6 Erweiterung des Stresstoleranzfensters und Aktivierung des SES = Social Engagement Systems („intelligenter Vagus“  nach Stephen Porges Polyvagaltheorie)

Block 3 – EMDR

Baustein  
3.1 Grundlagen und Geschichte des EMDR und weiterer bifokaler und multisensorieller Interventionsstrategien
3.2 Neurobiologische Erklärungsmodelle (Polyvagaltheorie) für die Wirksamkeit des EMDR Bifokale multisensorielle Achtsamkeit, Überblick über die bifokalen multisensoriellen Interventionsstrategien
3.3 Einsatz von EMDR und bifokalen Interventionsstrategien, Übungen
3.4 Einsatz von EMDR und bifokalen Interventionsstrategien, Übungen
3.5 Einsatz von EMDR und bifokalen Interventionsstrategien, Übungen

Block 4 – EMDR & bifokal-multisensorielle Interventionsstrategien

Baustein  
4.1 Einsatz von EMDR und bifokalen Interventionsstrategien, Übungen
4.2 Einsatz von EMDR und bifokalen Interventionsstrategien, Übungen
4.3 Einsatz von EMDR und bifokalen Interventionsstrategien, Übungen
4.4 Einsatz von bifokalen Interventionsstrategien, Übungen; Psychohygiene: Übertragungen und Gegenübertragungen
4.5 Einsatz von bifokalen Interventionsstrategien, Übungen; Psychohygiene: Selbstfürsorge
4.6 Fragen und Antworten, Mündliche und schriftliche Abschlussprüfung

“Die Traumatherapieausbildung ist sehr zu empfehlen! Sie ist die einzige Ausbildung, die ich gefunden habe, die einen auf Traumatherapie spezialisiert und bei der der Aufbau der Ausbildung auch traumasensibel ist.

Vera ist sehr kompetent! Es gelingt ihr, Wissen und Methoden gut zu vermitteln und dem Thema zugleich die gebührende Ernsthaftigkeit zu verleihen als auch sehr viel Leichtigkeit und Freude mitzubringen.”

– Jona B.

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Deine Dozentin

Vera Dreher wurde 1962 in Berlin geboren. Sie studierte zunächst Sinologie (Die Wissenschaft von der chinesischen Sprache und Kultur) und Rechtswissenschaften an der Freien Universität Berlin.

Vera Dreher

Vera wandte sich schon während ihres Studiums der Meditation und dem Yoga zu. Die Frage, was sich im inneren des Menschen organisch und seelisch tut, begeisterte sie mehr und mehr.

Darum absolvierte sie von 1990 – 1994 eine Heilpraktiker-Ausbildung und lernte klassische Homöopathie, chinesische Medizin, Fußreflexzonentherapie und die Arbeit mit Bachblüten.

Vera entwickelte die Traumatherapieausbildung an der arche medica und begleitet seit über 20 Jahren Klienten mit Stressfolgestörungen in ihrer Praxis.

Traumatherapeutische Qualifikationen erwarb Vera bei

  • Luise Reddemann (in PITT* psychodynamisch-imaginativer Traumatherapie),
  • Ellert Nijenhuis (“Traumabezogene strukturelle Dissoziation der Persönlichkeit”)”)
  • Kathy Steele („nonverbale Kommunikation bei komplex traumatisierten Patientinnen“),
  • Dolores Mosquera („EMDR bei dissoziativen Störungen“)
  • Michaela Huber („Täterintrojektarbeit bei Komplextrauma“)
  • und weiteren bekannten Traumatherapeutinnen.

Dozentin Vera Dreher

Vera Dreher

Ausbildung Traumatherapie

Die Rundum-Ausbildung für Heilpraktiker, die schwer belastete oder traumatisierte Patienten kompetent und erfolgreich behandeln möchten.
Beginn: Einmal jährlich
Zeiten: 72 Termine mit 384 Unterrichtsstunden à 45 Minuten
Kosten: 24 x 145,– € bei Ratenzahlung 3.480,– € Gesamtkosten 3.300,– € bei Einmalzahlung (jeweils zzgl. 180,– € Anmeldegebühr)
Info: Die Anmeldung erfolgt im Rahmen eines persönlichen Beratungsgespräches bei der arche medica. Wir freuen uns auf Dich.

Zum Beratungsgespräch

Komplettausbildung Traumatherapie: Termine, Zeiten, Anmeldung

Gruppe XVI 16.02.2023 bis Januar 2025 72 x Donnerstag 17:30 – 21:30 Uhr
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Ob diese Ausbildung die richtige für Dich ist, erfährst Du am besten im persönlichen Gespräch.

Unsere Schulleiter Isabelle und Ralf laden Dich ein, in einem persönlichen Gespräch Deine Ausbildung zu planen und alle Fragen zu klären.

Persönlich und kostenlos.