Ausleitungs- und Segmentverfahren – arche medica
Seminar Ausleitungs- und Segmentverfahren

Ausleitungs- und Segmentverfahren

Was sind Ausleitungs- und Segmentverfahren?

Die Ausleitungs- und Segmentverfahren gehen auf die antike Humoralpathologie (Säftelehre) zurück, wonach die Ausgewogenheit der Säfte Blut, Schleim sowie gelber und schwarzer Galle für Gesundheit oder Krankheit verantwortlich sind. „Überschüssige“ Säfte müssen entsprechend ausgeleitet werden, u.a. durch Methoden am Blut- und Lymphstrom wie Baunscheidt oder Schröpfen.

Der Wiener Medizinprofessor Alfred Pischinger hat die Prinzipien der Säftelehre mit dem Modell der Grundregulation in ein zeitgemäßes naturwissenschaftliches Konzept übersetzt.

Grundlage der Segmenttherapie ist eine Verbindung bestimmter Wirbelsäulenabschnitte mit bestimmten inneren Organen. Durch Stimulierung von Hautzonen im Rahmen der Ausleitungsverfahren kann die Funktion innerer Organe reguliert werden.

Ausleitungsverfahren werden zwar von der Schulmedizin nicht anerkannt, sind aber seit Jahrhunderten eine feste Konstante in der Naturheilkunde.

Die Ausleitungs- und Segmentverfahren sind Teil des Basiskurses Naturheilkunde, der die Verfahren Fußreflexzonentherapie, Ohrakupunktur, Ausleitungs- und Segmentverfahren, Bachblüten, Irisdiagnostik umfasst. Der Basiskurs kann hier vergünstigt gebucht werden.

Dozentin Jana Seifert

Jana Seifert

Ausleitungs- und Segmentverfahren

Du erlernst Humoralmedizinische Grundlagen der Ausleitungsverfahren, Einreibungen, Heiße Rolle, Wickel, Schröpfen, Baunscheidt-Verfahren, Blutegel, sowie Praktische Partner-Übungen in Diagnose und Therapie.

Beginn:

Gruppe I: 02.01.–13.02.2018
Gruppe II: 03.01.–14.02.2018
Gruppe III: 05.01.–16.02.2018

Zeiten: Jeweils 6 Termine, 24 Unterrichtsstunden à 45 Minuten
Gruppe I: Di 10-13Uhr
Gruppe II: Mi 18-21Uhr
Gruppe III: Fr 10-13Uhr
Kosten: 290,–€ bei Einmalzahlung
(260,–€ Ermäßigung für BDH-Mitglieder und Schüler der ARCHE MEDICA)

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Das Ausbildungskonzept bei ARCHE MEDICA

Ziel des Kurses ist es, dass Du die vorgestellten Verfahren praktisch am Patienten anwenden kannst. Hier wird also „Handwerk“ unterrichtet. Das bedeutet für den Ablauf folgende Schrittfolge:

Schritt 1: Vorstellung der Grundlagen und Methodik des Ausleitungsverfahrens.

Schritt 2: Behandlungsaufbau: Kontraindikationen und Indikationen: Wann darf ich dieses Verfahren nicht anwenden? Bei welchen Erkrankungen soll dieses Verfahren aus unserer Sicht wirksam sein? Welche Hygieneanforderungen und rechtliche Bestimmungen sind zu beachten?

Schritt 3: Praxis: Lokalisation der Segmente mit Einzeichnen am Körper, Anamnese mit Erstellung eines Behandlungsvorschlags, Praktische Demonstration und Anwendung in Partnerübungen.
Die Teilnehmer*innen erhalten ein Skript, dass u.a. Checklisten für die Praxis und wichtige Bezugsadressen enthält.

Inhalte und Umfang der Ausbildung

Der Kurs umfasst 6 Termine à drei Zeitstunden. Im ersten Termin führen wir in das Thema ein und erarbeiten die Methodik. In den Folgeterminen demonstrieren wir jeweils ein in der Praxis besonders bewährtes Ausleitungsverfahren und vertiefen es durch praktische Vorführungen und Übungen in Kleingruppen:

  • Einreibungen
  • Wickel
  • Schröpfen
  • Baunscheidt-Verfahren
  • Setzen von Blutegeln

Einreibungen

Einreibungen sind tonisierende Massagetechniken über Reflexzonen der Haut. Sie werden in der Naturheilpraxis häufig ergänzend bei Problemen wie Kopfschmerzen, Ischialgie, Angina pectoris-Anfällen (Herzbeklemmung), Asthma usw. angewandt.

Trockenes und Blutiges Schröpfen

Das Schröpfen ist eine sogenannte Methode am Blutstrom. Es wird eingesetzt bei gestörtem Säftegleichgewicht im Kapillargebiet des Gewebes. Für die Anwendung ist der „Fülle“-Konstitutionstyp vom „Leere“-Konstitutionstyp zu unterscheiden. Letzterer darf nicht blutig geschröpft werden.

Baunscheidt-Verfahren

Das Hautreiz-Verfahren nach Baunscheidt ist eine Methode am „Lymphstrom“. Lymphatisch-phlegmatische Belastungen und ihre Folgeerscheinungen bei jung und alt lassen sich mit dieser relativ jungen Methode oft erfolgreich angehen. Die Hautreize werden mit einem vom Baunscheid entwickelten Gerät, dem“Lebenserwecker“ und speziellen Ölen, gesetzt.

Blutegel als Mikro-Aderlaß

Bei dem Anlegen von Blutegeln handelt es sich um eine Sonderform des Mikroaderlasses. Klassisch ist die Anwendung von Blutegeln bei venösen Stauungen. In Asien sind Mikroaderlässe Tradition, deren Wirkung auf der Qualität der gewählten Lokalisation der Blutungsstelle beruhen. Klassische Mikroaderlaß-Stellen sind die Kniekehle, die Ellbeuge und die Fingerspitzen.

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